Der Torwart vor dem Spiel

Ein Torwart sollte nicht nur im Spiel sondern möglichst auch davor ausgeschlafen sein. Die meisten Profis beziehen am Abend vor einem Punktspiel nicht ohne Grund gemeinsam ein Trainingslager. Für Amateure und Jugendliche ist das freilich zu aufwendig. Dennoch sollten auch sie sich körperlich und mental entsprechend auf ein bevorstehendes Spiel vorbereiten.

Nicht nur für Feldspieler, auch für Torhüter ist es unabdingbar, dass sie rechtzeitig vor dem Anpfiff erscheinen, eine kurze Platzbesichtigung vornehmen und ein 20 - 30minütiges Stretching und Aufwärmprogramm absolvieren.

Vor allem für den Torwart ist es wichtig, dass alle Muskelgruppen vor Spielbeginn gedehnt und gelockert werden. Darauf sollten einige Fangübungen folgen, anschließend wird der Torhüter von Trainer bzw. Mitspielern „warmgeschossen”. Denn nur gut aufgewärmt und auf die äußeren Umstände eingestellt, geht ein Torwart optimal vorbereitet in ein Spiel.

Äußere Bedingungen: Vor dem Anpfiff muss der Torwart weitere, für den Spielausgang möglicherweise mitentscheidende Faktoren klären und Entwicklungen voraussehen: Äußere Umstände, wie Boden-, Wind- und Lichtverhältnisse, aber auch die Platzierung der jeweiligen Fans hinter den Toren können im Spiel von großer Bedeutung sein.

Wichtig: Wenn es die Platzwahl erlaubt, sollte man sich bereits in der ersten Halbzeit alle Vorteile, die es an diesem Spieltag im Stadion oder auf dem Fußballplatz gibt, zu Nutze machen. Die Chancen der eigenen Mannschaft, in den ersten 45 Minuten zum Torerfolg zu kommen, sind in der Regel größer als später, wenn Kraft und Konzentration der Feldspieler nachlassen.

Nach Überprüfung der äußeren Gegebenheiten sollte ein Torwart vor der Seiten- bzw. Platzwahl unbedingt Rücksprache mit seinem Kapitän halten und diesem seine Vorschläge für die Platzwahl machen.

Platzzustand: Je nach Bodenverhältnissen und Platzzustand muss die Stollenwahl getroffen werden. Denn gerade Torhüter benötigen einen guten Stand!

Licht: Einem Torwart müssen die sich während der Spielzeit möglicherweise verändernden Lichtverhältnisse bewusst sein, die Auswirkungen auf seine Leistung haben können. Wenn ein Torwart damit rechnen muss, dass er in der zweiten Halbzeit zum Beispiel durch die tiefstehende Sonne geblendet wird, sollte dies schon bei der Platzwahl berücksichtigt werden.

Wind: Ist es bei Spielbeginn windig und die eigene Mannschaft gewinnt die Seitenwahl, sollte man sich den Wind zum Verbündeten machen, und den Gegner sofort vom Anpfiff an durch das Ausnutzen des Rückenwindes verstärkt unter Druck setzen.

Für einen Torwart kann der Wind dabei zum unberechenbaren „Feind” werden: Eine Windbö kann die Flugbahn- bzw. Richtung eines Balles abrupt verändern, das Fangen wird zum Lotteriespiel.

Bei starkem Gegenwind sollte ein Torwart auf weite Abschläge verzichten und den Ball zu einem nahestehenden Mitspieler werfen.

 

Vertrau' auf Dein Training und Dein Können!



Quelle: www.torwarttipps.de

Selbstbeherrschung

Gegentore sind vor allem für Torhüter ärgerlich, vor allem, wenn man als letzter Mann mitschuldig an einem kassierten Treffer ist. Dennoch bringt es überhaupt nichts, wenn sich Torwart und Mitspieler deswegen während des Spiels Vorwürfe machen. Durch gegenseitige Schuldzuweisungen oder gar Wutausbrüche macht man sich nur unnötig nervös. Selbstbeherrschung ist deshalb vor allem bei einem Torwart angesagt.

TIPP:
Nützlich ist es allemal, wenn Torwart und Mitspieler hinterher ihre Lehren aus gemachten Fehlern ziehen und diese ggf. mit dem Trainer sachlich und selbstkritisch analysieren: Wie kam‘s zum Gegentor? Was wurde falsch gemacht? Und vor allem die Frage: Was habe ich falsch gemacht? Denn aus Fehlern lernt man – vor allem aus eigenen!

Nach einem schlechten Spiel, bei dem der Torwart mitschuldig an Toren bzw. der Niederlage war, sollte er im Gespräch mit dem Trainer versuchen, sein angegriffenes Selbstvertrauen wieder zu erlangen.

 

Quelle: www.torwarttipps.de

Über das Torwartverhalten

Spitzentorhüter zeichnen sich durch eine große mentale Stärke und Konzentrationsfähigkeit aus. Wovon ist diese „Stärke im Kopf“ abhängig? 

 

Die mentale Stärke hängt vor allem von der Fitness ab. Wenn ich fit bin und an mich sowie an mein Können glaube, dann habe ich alle Voraussetzungen für eine optimale Konzentrationsfähigkeit. Sollte dir im Spiel einmal ein Fehler passieren, musst du dich nach dem Spiel damit auseinandersetzen. Im Spiel selbst kannst du nichts mehr ändern.


Quelle: www.fd21.de